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Die Ev.Luth. Kirchengemeinde Rehme liegt in der ostwestfälischen Stadt Bad Oeynhausen und ist eine der ältesten Gemeinden des ehemaligen Bistums Minden.
Bad Oeynhausen liegt in der nordwestlichen Spitze Nordrhein - Westfalens. Ganz in der Nähe des Wiehengebirges, das man von der Stadt aus sehen kann. Von höher gelegenen Punkten der Stadt aus hat man bei guter Sicht einen Blick bis zur Porta Westfalica mit dem Kaiser Wilhelm Denkmal.

Mit der Sole, dem weißen Gold vergangener Zeiten, begann im 19. Jahrhundert die Entwicklung der Stadt zum Königlichen Bad und späteren Staatsbad.
1845 wurde im damaligen Neusalzwerk bei Rehme die erste Solequelle entdeckt, und zwar der Legende nach von den Schweinen des Kolon Sültemeier. Daran erinnert heute ein Brunnen in der Innenstadt Bad Oeynhausens. Unter den heute existierenden Quellen befindet sich auch der Jordansprudel, die größte kohlensäurehaltige Thermalsolequelle der Erde, deren Fontäne bei Windstille 42m in die Höhe schießt.

Rehme wird begrenzt einerseits von der praktischen, aber auch leider ziemlich lauten Autobahn und andererseits von Weser und Werre. Durch den Zusammenfluss („Kuss“) der beiden Flüsse werden die natürlichen Grenzen unserer Kirchengemeinde im Norden und Osten gebildet.

Um 800 n. Chr. enstand unter Karl dem Grossen das Bistum Minden. Viele Kirchen und Klöster wurden zu dieser Zeit errichtet, wahrscheinlich auch die Rehmer Kirche.

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1962 wurden der heutige Altar und der Taufstein vom Bildhauer Theodor Henke gestaltet.
Am Altar ist das Apostolische Glaubensbekenntnis ringsum zu lesen, der Taufstein trägt als Inschrift Luthers Taufbund. Im Chorfenster wird das Gleichnis von den Jungfrauen nach Matth. 25, 1 - 13 symbolisch dargestellt.
Im Jahre 1968wurde die Holzkanzel durch eine Sandsteinkanzel ersetzt, die Seitenemporen entfernt und dieOrgelempore umgestaltet.
Erhalten blieb das spätgotische Sakramentshäuschen im Chorraum, in dessen Giebel das Lamm Gottes abgebildet ist. Die neue, von der Berliner Orgelwerkstatt Schuke gebaute Orgel wurde im März1969 eingeweiht.
Eine Besonderheit stellt das Rehmer Siegel dar. Das Kreuz auf dem Regenbogen als Zeichen des Gnadenbundes zwischen Gott und Mensch mit den Blumen des Lebens, die aus den seitlichen Armen des Kreuzes sprießen, hat sein Vorbild im Relief des Tympanons über der Tür an der Nordseite der Kirche. Dieses Symbol sollte die Gemeinde beim Betreten der Kirche an die immerwährende Gnade Gottes erinnern. Die Geschichte der Rehmer Glocken ist durch die vielen unterschiedlichen Jahresangaben in den Quellen sehr verwirrend. Sicher ist, daß 1917 zwei der drei Rehmer Glocken beschlagnahmt und 1921, sowie 1948 durch Stahlgußglocken ersetzt wurden. Die älteste Rehmer Glocke mit dem Ton f stammt aus dem Jahre 1791. Da durch Rostbefall die Stahlgußglocken nicht mehr der Sicherheit genügten, ließ das Presbyterium im Jahre 1989 zwei neue Bronzeglocken gießen. Die große Glocke mit dem Ton es und die kleine Glocke mit dem Ton as wurden am 4. März 1990 ihrer Bestimmung übergeben.
Ihre biblische Inschriften lauten:
Große Glocke: "Ich weiß, daß mein Erlöser lebt. Darum wachet, denn ihr wisset weder Tag noch Stunde, in welcher des Menschen Sohn kommen wird."
Kleine Glocke: "Seid allezeit fröhlich; betet ohne Unterlaß; seid dankbar in allen Dingen."

Den größten Einschnitt erlebte die Rehmer Kirchengemeinde, als wegen des Autobahnbaus die Gemeindehäuser an der Kirche aufgegeben werden mußten. 1973 entstand an der Robertstraße der neue Kindergarten mit Gemeinderäumen, der Martin-Luther Hof. 1977 kamen die Diakoniestation mit Küsterwohnung und das Gemeindehaus hinzu.

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